KBV präsentierte auf der Medica die elektronische Patientenakte

Düsseldorf, 15.11.2006

Schneller und sicherer Informationsaustausch, elektronische Vernetzung und Online-Kommunikation – das sind nur einige Schlagworte, die zunehmend auch für den ärztlichen Alltag relevant werden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) / TeveGe, die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und die KV Westfalen-Lippe widmeten sich diesen Themen gemeinsam auf der Medizinmesse Medica in Düsseldorf vom 15. bis 18. November 2006. Die Medica ist die weltweit führende Fachmesse für Medizin.

Im Mittelpunkt des Auftritts der KBV stand in diesem Jahr die elektronische Patientenakte (ePA). Unter dem Motto "Auf einen Klick alles im Blick" konnten die Besucher vor Ort erleben, wie der Einsatz der ePA in der Praxis funktioniert. An Computerterminals zeigten die Anwender den Austausch von Informationen zwischen Haus- und Facharzt, beispielsweise anhand der Behandlungsdokumentation im Rahmen eines Disease-Management-Programms: An seinem Praxis-PC kann der Arzt auswählen, ob er eine Diagnose einstellen oder einen Arztbrief für einen Kollegen verfassen möchte. Dieser kann mit Hilfe seines elektronischen Heilberufsausweises und der elektronischen Gesundheitskarte des Patienten ebenfalls von seiner Praxis aus auf den Server zugreifen. Sofort hat er alle wichtigen Informationen auf dem Bildschirm. Dabei kann er entscheiden, ob er alle für ihn relevanten Unterlagen eines Patienten sehen möchte oder nur die einer bestimmten Diagnose.

         

 

Wechsel der Geschäftsführung

Berlin, 01.06.2006

Bernd Greve hat zum 1. Juni die Leitung der TeveGe übernommen. Er war zuvor in der KBV für den Bereich Telematik zuständig.

 

KBV präsentierte auf der Medica das elektronische Rezept

Düsseldorf, 16.11.2005

Im Auftrag der KBV entwickelte die TeveGe in Zusammenarbeit mit der KV Bayern eine komplette Simulation der ersten Anwendung der Telematik im Gesundheitswesen, die auf der Medica sehr erfolgreich präsentiert wurde Das elektronische Rezept soll zusammen mit der Versichertendatenprüfung als erste Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte zum Einsatz kommen. Dementsprechend groß war das Interesse der Messebesucher: Bei der Präsentation des elektronischen Rezeptes am Messestand blieb den IT-Experten kaum Zeit für eine kurze Verschnaufpause. An fünf PC-Stationen zeigten sie den Weg, den die papierlose Verordnung künftig nehmen kann, auf.

Erste Station war das PC-Terminal in der Arztpraxis. Dort konnten die Interessierten – unter ihnen auch viele Vertragsärzte – sehen, wie ein Arzt die Versichertendatenprüfung nutzt, das elektronische Rezept über das Praxisverwaltungssystem erstellt und mit seinem Heilberufsausweis elektronisch signiert. Ein zweiter Bildschirm machte die Aufgaben des Konnektors sichtbar, der die Verordnung verschlüsselt und sie gesichert auf einem Server außerhalb der Arztpraxis ablegt. Der Datenschutz steht bei dem gesamten Vorgang an erster Stelle: zu keiner Zeit können Unbefugte die Daten einsehen. An einem Apotheken-Arbeitsplatz am Ende des Präsentationsszenarios konnten die Besucher erfahren, wie der Patient das elektronische Rezept mit der Gesundheitskarte einlöst. Auch hier verbindet ein Konnektor das Apothekenverwaltungssystem sicher mit dem Rezept-Server.

Die IT-Experten der KBV/TeveGe zeigten auf der Medica auch, dass Versicherte die Möglichkeit haben, ein Arzneimittel mit einem Referenzbeleg einzulösen. Diesen kann der Arzt nach dem Versenden des elektronischen Rezepts auf Wunsch des Patienten ausdrucken. Der Beleg ermöglicht eine Medikamentenausgabe auch ohne Gesundheitskarte, etwa wenn ein Patient einen Vertreter in die Apotheke schickt. Dazu muss der Apotheker nur die Verordnungsnummer und den Schlüssel des Referenzbelegs einlesen.

"Wann wird die elektronische Gesundheitskarte zum Einsatz kommen?" war die Frage, die die Standbesucher am häufigsten stellten. Im Jahr 2006 machen einige Regionen in der Bundesrepublik, in denen die Karte getestet wird, den Anfang. Auch Detailfragen zur Datensicherheit mussten die Telematik-Fachleute der KBV/TeveGe oft beantworten.

         

 

TeveGe bezieht neue Büroräume

Berlin, 01.12.2005

Anfang Dezember war es endlich soweit: Die TeveGe mbH ist in die neuen Büroräume im Tiergarten-Tower gezogen. Die neunte Etage des Towers bietet den Mitarbeitern modernste Infrastruktur und eine sagenhafte Aussicht über große Teile Berlins.

 

Spezifikation des eRezeptes auf Basis HL7 v.3, CDA 2.0 bei SCIPHOX eingereicht

Berlin, 16.12.2005

Die neueste Spezifikation des eRezeptes auf Basis von HL7, CDA 2.0 wurde heute an Herrn Dr. Kai Heitmann, Geschäftsführer der SCIPHOX GbR mbH, übergeben. Die Dokumente werden in den nächsten Wochen zur Kommentierung in der SCIPHOX-Gruppe bereit gestellt. Die Erstellung der Dokumente stellt einen wichtigen Baustein zur Einführung von Telematik-Diensten im deutschen Gesundheitswesen dar.